Mine Tistoulet - Höhe: 415

Und weiter geht es auf dem Pfad bergauf. Die Vermauerung auf der Höhe 415 ist leicht zu übersehen. Der Zugang ist etwas zurückgesetzt und von Gestrüpp überwuchert(Bild 1) Hinter dem schmalen Durchschlupf schließt sich ein von Tageslicht durchfluteter Mini Canyon an. Gegenüber liegt eine weitere Mauer, die ebenfalls durchbrochen wurde(Bild 5). Anschließend geht es in den bis jetzt längsten erhaltenen Minenabschnitt. Nachdem ich dem Stollen einige Zeit gefolgt bin, erreiche ich eine Kaverne. Auf linker Seite gähnt mir der Verbindungsschacht entgegen, der zu den unter mir liegenden Minenabschnitten führt. Der Schacht ist laut Plan nur knapp 30 m tief(Bilder 12+13).

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Auf rechter Seite in der Stollenwand befinden sich mittlerweile 2 solide angebrachte Bohrhakenlaschen(Bild 14). Bei meinem ersten Besuch in dieser Mine, vor über 10 Jahren, gab es hier nur einen einsamen, wenig vertrauend wirkenden Metallhaken(Bild 15). Doch jetzt! Ich komme ins Grübeln. Meine Kletterausrüstung befindet sich unten im Auto. Aber ernsthaft, ich bin allein unterwegs. Den Abstieg als OneManBand zu wagen, scheint mir ohne Backup letztendlich doch etwas zu gewagt. Auch später, zurück in der Zivilisation, gelingt es mir nicht ein Team für diese Aktion zusammenzustellen. Der Stollen lässt sich hinter dem Schacht noch über eine längere Strecke weiter verfolgen und endet dann(Bilder 33 + 34).

[Fotos & Text: copyright by Peter Ernst]  |  Tistoulet - das neue Video aus dem Jahr 2019 >