Lagrasse - Abtei Sainte-Marie

  • nächste Stadt: Carcassonne / nächster Ort: Lagrasse
  • GPS: 43.090601, 2.616892
  • Karten: Geoportail | GoogleMaps | OSM
  • Weiteres:Abtei Sainte-Marie de Lagrasse

Das kleine mittelalterliche Dorf Lagrasse, mit knapp 600 Einwohnern, liegt etwa 30 km südöstlich von Carcassonne im Tal des Orbieu. Die Geschichte des Dorfs ist eng mit der Abtei Sainte-Marie de Lagrasse verbunden. Eine erste urkundliche Erwähnung findet das Kloster in einer Charta Karl des Großen aus dem Jahre 778. Von hier aus wurden im Mittelalter die Minen in den Ostcorbieres verwaltet.


Lagrasse

Die Abtei wurde das erste religiöse Zentrum im Languedoc und stand unter dem besonderen Schutz des Kaisers. Die durch Schenkungen erworbenen Besitzungen der Abtei reichten von Albi im Norden bis Saragossa im Süden.
Im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts, während des Kreuzzugs gegen die Katharer, versuchten die Äbte von Sainte-Marie eine ausgleichende Rolle in dem Konflikt einzunehmen. Später, zu Zeiten des Hundertjährigen Kriegs, setzte dann eine vorübergehende Phase des Niedergangs ein.

  • nächste Stadt: Carcassonne / nächster Ort: Lagrasse
  • GPS: 43.090601, 2.616892
  • Karten: Geoportail | GoogleMaps | OSM
  • Weiteres:Abtei Sainte-Marie de Lagrasse

Das kleine mittelalterliche Dorf Lagrasse, mit knapp 600 Einwohnern, liegt etwa 30 km südöstlich von Carcassonne im Tal des Orbieu. Die Geschichte des Dorfs ist eng mit der Abtei Sainte-Marie de Lagrasse verbunden. Eine erste urkundliche Erwähnung findet das Kloster in einer Charta Karl des Großen aus dem Jahre 778. Von hier aus wurden im Mittelalter die Minen in den Ostcorbieres verwaltet.


Lagrasse

Die Abtei wurde das erste religiöse Zentrum im Languedoc und stand unter dem besonderen Schutz des Kaisers. Die durch Schenkungen erworbenen Besitzungen der Abtei reichten von Albi im Norden bis Saragossa im Süden.
Im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts, während des Kreuzzugs gegen die Katharer, versuchten die Äbte von Sainte-Marie eine ausgleichende Rolle in dem Konflikt einzunehmen. Später, zu Zeiten des Hundertjährigen Kriegs, setzte dann eine vorübergehende Phase des Niedergangs ein.

0

      FOTOS & WEITERLESEN  ➠        

Im 16. Jahrhundert begann Abt Philippe de Lévis mit dem Bau eines großen Glockenturmes mit einer Höhe von 81m, der aber nach seinem Tod im Jahre 1537 unvollendet blieb.

1721 wurde Armand Bazin de Bezons, der spätere Bischof von Carcassonne, Kommendatarabt in Lagrasse. Durch seine Initiative wurde das Kloster grundlegend umgestaltet. Die Abtei wurde in 2 Hälften geteilt, die sich in dieser Struktur bis heute erhalten hat.

aktuelle Fotos[40] ⇓

Während der Französischen Revolution im Jahr 1792 wurde das Kloster geschlossen und die Mönche vertrieben. Die Gebäude wurden geplündert und anschließend vom Staat verkauft. Vermutlich ist in diesem Zusammenhang auch das Archiv des Klosters verloren gegangen, das mit Sicherheit auch Auskunft über die Fördermengen der Minen gegeben hätte. Weitere, heute verschollene Minen dürften in dem Archiv ebenfalls aufgeführt worden sein.
Erst im Jahr 1894 ließ sich wieder eine kleine Gemeinschaft von Ordensschwestern der Regularkanoniker in den Gebäuden nieder.
Bis auf den heutigen Tag gibt es religiöses Leben im Kloster.
Hier geht es zur Website der Abtei...

[Fotos & Text: copyright by Peter Ernst]