Portal zu den Corbieres & Cevennen

  • nächste Stadt: Limoux / nächster Ort: Rennes les Bains [Geoportail]
  • GPS: 42.939365, 2.331970 / +42° 56' 21.71", +2° 19' 55.09" [30m]
  • Voraussetzungen: es sind gute Kletterkenntnisse erforderlich [Video]
  • Ausrüstung: Es wird eine Kletterausrüstung benötigt

Der Aven du Cardou (CA2) liegt an der Ostflanke des Cardou und ist relativ schwer zu finden. Bei der Suche ist äußerste Vorsicht geboten. Das Gelände ist hier stark abschüssig und bietet kaum halt.


Cardou - Aven CA2

Direkt hinter einem kleinen, unscheinbaren Felsabsatz liegt dann der Zugang. Nähert man sich dem Aven von der oberen Hangseite, kann man sehr leicht in den schachtartigen Zugang stürzen.

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Der erste Absatz liegt etwa in 10m Tiefe. Über eine Schotterzone geht es dann weiter steil abwärts. Der Aven endet dann in einer größeren Grotte. Die Suche am Steilhang ist anstrengend und nicht ungefährlich. Es ist August und die Temperatur liegt deutlich über 30 Grad im Schatten. Doch nicht überall ist Schatten.

Allerdings ist der Hochsommer die einzige Zeit, in der tieferführende Höhlen und Aven nicht unter Wasser stehen.
Loses Gestein poltert den Berghang hinab und nicht selten rettet uns nur der Griff nach einem Baum oder Strauch vor dem Sturz in den Abgrund.

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Nach 4 Stunden ergebnisloser, schweißtreibender Suche sind wir schon fast dabei, die Aktion abzubrechen. Wir machen eine Rast und beratschlagen über ein weiteres Vorgehen. Ich überprüfe ein letztes mal die Lambert - Koordinaten auf meiner Karte.

Ist mir möglicherweise bei der Übertragung auf mein Kartenmaterial ein Fehler unterlaufen? Doch dann, endlich 20 Minuten später, ist der Zugang zum Aven gefunden. Wir packen unsere Sachen zusammen und orientieren uns hangabwärts. Ich habe Mühe, mit meiner über 15 kg schweren Ausrüstung in der Steilhanglage das Gleichgewicht zu behalten. Doch dann sind wir tatsächlich am Ziel.

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Eine 100 x 60 cm tiefe Öffnung gähnt uns entgegen. Nur schwach lässt sicht tief unten der Boden ausmachen. So wie es von oben aussieht, liegt der erste Absatz in über 10 m Tiefe. Die Wände des Aven sind völlig glatt und weiten sich schnell nach wenigen Metern zu einer großen kuppelförmigen Schachthöhle.

Meine Blicke schweifen durchs Gelände, auf der Suche nach einem geeigneten Baum zur Seilsicherung und bleiben zehn Meter tiefer an einem geeigneten Baumstamm hängen. Ich bringe die Seilsicherung an, lege das Materialtransportseil, dann steigen wir in unsere Kletterausrüstung und es geht los.
Die Wand ist griffig und läßt sich leicht beklettern. Lose Steine, die den Abstieg gefährden können sind nicht in Sicht. Etwa 10m tiefer klinke ich mich auf einer Schotterabsatz aus meinem Grigri aus. Von hier geht es weiter steil abwärts, in eine große Felskammer. Hinten an der Wand liegen auf einem Absatz diverse Tierschädel. Der Aven endet hier. Weiterführende Gänge gibt es nicht.

Lokalisierung : Peter Ernst / Manuela Vits
Expeditionsteilnehmer: Udo Vits - Peter Ernst
[Fotos & Text: copyright by Peter Ernst]

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